Gelungener Auftakt in Peißenberg, Juli 2019.

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Fit für die digitale Welt

Landkreis/Peißenberg – Online-Banking, Musik Streaming oder geschäftliche Meetings per Skype: Wir sind längst in einer digitalisierten Welt angekommen. Doch was in vielen großen Firmen in puncto Digitalisierung bereits zum Standard gehört, stellt kleinere, mittelständische Unternehmen oft vor Herausforderungen. Mit der „Kick-off“ Veranstaltung der „Initiative Digital“ soll dem am 22. Juli in der Tiefstollenhalle in Peißenberg entgegengewirkt werden.

Der Landkreis Weiheim- Schongau ist dabei ein Vorreiter in Deutschland. „Wir wollen für drei Jahre Anlaufstelle für mittelständische Unternehmen rund um Fragen zum Thema Digitalisierung sein“, betonte Theiner, der in kleinen und mittleren Betrieben noch Nachholbedarf sieht. Nach einer „Kick-off“ Auftaktveranstaltung sollen einmal im Quartal weitere Workshops zu diesem Thema kostenlos angeboten werden. Ziel sei es, ein „digitales Umdenken der Unternehmen hin zu digitalem Transfer zu schaffen“. Dabei soll auf die jeweiligen Regionen, in Absprache mit dortigen Partnern, speziell und individuell eingegangen werden.

Auftakt im Landkreis ist am Montag, 22. Juli, von 19 bis 22 Uhr, in der Tiefstollenhalle in Peißenberg, zu der Unternehmer und Mitarbeiter aus Weilheim-Schongau sowie den benachbarten Landkreisen, Bürgermeister und Rathausmitarbeiter eingeladen sind. Organisiert wird die Veranstaltung von der „Initiative Digital“, der IHK für München und Oberbayern, der Kreishandwerkerschaft Oberland und der Wirtschaftsförderung.

Digitalisierung und Vernetzung: Megatrends mit Herausforderungen und Chancen

Zum Einstieg erwartet die Teilnehmer eine interessante Gesprächsrunde zum Thema Digitalisierung, an der politische Mandatsträger sowie Jens Wucherpfennig von der IHK-Geschäftsstelle in Weilheim, Andreas Keck, stellvertretender Bundesvorsitzender Liberaler Mittelstand und im Kernteam der Initiative Digital teilnehmen werden, erklärte Martin Weidehaas, neuer Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung, der an diesem Abend selbst mit von der Partie sein wird. Im Anschluss folgen kurze zehnminütige Impulsvorträge zu Themen wie Digitalisierung in der Cloud, Sicherheit auf der Infrastrukturseite oder Lösungen für die digitale Transformation für Geschäftskunden. Auch werden zwei Unternehmen aus der Region, die Bechtold GmbH und die Hirschvogel Holding GmbH, über ihre Erfahrungen in diesen Bereichen berichten. Abschließend besteht noch die Möglichkeit, sich bei einem Imbiss auszutauschen. „Wir rechnen mit 200 bis 300 Teilnehmern“, so Weidehaas.

Die sogenannte Digitalisierung sei nämlich ganz offensichtlich unaufhaltsam – „es ist aber notwendig, diesen viel genutzten Begriff zu definieren und im Kontext anderer Megatrends zu betrachten“. Die Vernetzung sollte z.B. ebenfalls immer mit bedacht werden.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte beim Pressegespräch, wie wichtig es sei, sich mit diesen Themen zu befassen, um sein Unternehmen auch für die Zukunft zu rüsten. „Die Digitalisierung erfordert allerdings erst einen Wandel im Kopf, bevor man es in den Unternehmen umsetzen kann.“ Sabine Zimmermann, die mit Theiner die Initiative leitet, ist es vor allem wichtig, den Unternehmen „Mut zu machen“ und sie zu „inspirieren“, ohne dass die Werte und Tradition des Betriebes verloren gehen. Bei der Initiative gehe es primär darum, Arbeitsstrukturen und Methoden zu verändern, um fit für die Zukunft zu werden. Dass die Nachfrage zu diesem Thema auch in der Handwerksbranche steigt, weiß Roland Streim von der Kreishandwerkerschaft Oberland. „Digitalisierung hat das Handwerk schon lange erfasst“, so Streim. Zwar werde sie von den Handwerksunternehmen wahrscheinlich nicht „exzessiv“ betrieben werden, Themen wie Social Media, Fertigung oder Wartung werden in puncto Digitalisierung jedoch auch für diese Betriebe immer wichtiger. Als erstes Unternehmen hat sich laut Weidehaas im Übrigen ein kleiner Malerbetrieb aus der Region angemeldet.

Von Maria Lindner/Kreisbote 18.07.2019